Nach dem 5:3-Erfolg gegen den Primus aus Freiburg in der Vorwoche stand für die Balinger Eisbären ein weiteres Spitzenspiel auf dem Programm. Als Tabellendritter empfingen sie den Zweiten aus Pforzheim zum Verfolgerduell – ein überaus wichtiges Spiel für etwaige Aufstiegsambitionen. Bereits im Hinspiel konnten sich die Balinger deutlich mit 7:2 durchsetzen, danach gelangen den Bisons jedoch sechs Siege in Folge. Nun waren es wieder die Eisbären, welche diese Serie durchbrachen. Am Samstag besiegten sie die Bisons vor heimischer Kulisse nach hartem Kampf mit 6:3 und übernahmen damit selbst den zweiten Platz.

Zunächst waren es am vergangenen Wochenende in der Balinger Eishalle jedoch die Gäste, welche im ersten Drittel in Führung gingen. Trotz dreimaliger Überzahl verpassten es die Hausherren, früh zuzuschlagen, sodass die Pforzheimer in der 14. Minuten durch Vladimir Viller das 1:0 erzielten. Dabei blieb es auch in den ersten 20 Minuten.

Nach der ersten Drittelpause kamen die Balinger dann jedoch durch Florian Zeiselmeier auf Vorlage von Marco Böhm umgehend zum Ausgleich – 1:1 (21. Minute). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zunächst gingen die Gäste durch Kai-Steven Uselmann direkt wieder mit 2:1 in Führung (22.). Kurz darauf handelte sich Gäste-Stürmer Benjamin Frick eine 20-minütige Zeitstrafe ein (27.). Die Eisbären brauchten rund zehn Minuten, um sich vom neuerlichen Rückstand zu erholen – netzten dann aber durch Spielertrainer Rafael Popek zum 2:2 ein (33.). Zwar konnten die Bisons durch Viller erneut antworten und gingen wieder mit 3:2 in Front (34.), doch die Hausherren kamen durch die Kombination von Vorlagengeber Böhm und Torschütze Zeiselmeier noch vor dem Schlussdrittel zum 3:3-Ausgleich (38.).

Im finalen Abschnitt handelten sich die Gäste erneut drei Zeitstrafen innerhalb von zehn Minuten ein. Das dritte Powerplay nutzten die Eisbären schließlich: Spielertrainer Popek traf in Überzahl zum zweiten Mal und brachte seine Farben mit dem 4:3 erstmals an diesem Abend in Führung (52.). In der Schlussphase verpassten es dann auch die Pforzheimer, in Überzahl zurückzuschlagen, sodass letztlich die Hausherren mit zwei späten Treffern von Markus Rummel und Marcel Schneider binnen 27 Sekunden alles klarmachten. Letztlich setzten sich die Balinger mit 6:3 durch und zogen in der Tabelle damit vorbei an den Bisons und belegen nun den zweiten Tabellenplatz. Lediglich die Freiburger stehen noch vier Punkte vor den Eisbären – haben jedoch auch ein Spiel mehr auf dem Konto.

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/404733
Autor: Daniel Drach
Bild: Pforzheim Bisons