Die Mission Derbysieg ist geglückt. Die Balinger Eisbären drehten in der Eishockey-Landesliga bei ihrem Gastspiel beim Schlusslicht FSV Schwenningen einen frühen Rückstand und setzten sich mit 7:3 durch. Damit bleiben die Eisbären oben dran.

Nach dem Hinspiel hatten die Balinger noch eine Rechnung offen – diese ist nun beglichen. Denn im ersten Aufeinandertreffen beider Teams in der Vorrunde bezwangen die Schwenninger die Eisbären in Balingen nach Penaltyschießen mit 8:7. Für die Balinger Kufencracks ging es aber nicht nur um die Derby-Revanche, laut Spielertrainer Rafael Popek ging es vor allem um drei wichtige Punkte im Kampf um die oberen Plätze. Und die Popek-Truppe wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.

Die Eisbären unterstrichen ihre Ambitionen auf einen Spitzenrang von Beginn an und machten vom Startschuss weg Druck auf das Gehäuse der Hausherren. „Uns hat am Anfang leider das Glück gefehlt, dass dann auch mal einer durchrutscht“, berichtet Popek. „Schwenningen kam in den ersten zwanzig Minuten nur ein-, zweimal vor unser Tor.“ Dennoch reichte das, um nach zwölf Minuten auf 1:0 für die Gastgeber zu stellen.

Im zweiten Spielabschnitt drehten die Eisbären durch zwei Tore die Partie. „Dann kommen wir durch einen eigenen Fehler in Bedrängnis und kassieren so wieder den Ausgleich“, erläutert der Balinger Spielertrainer den Treffer zum 2:2. Ab diesem Zeitpunkt nahmen die Eisbären aber endgültig das Heft in die Hand und führten noch vor der letzten Drittelpause mit 4:2.

Die Balinger blieben im dritten Abschnitt am Drücker, legten weiter Tor um Tor nach und entschieden die Partie beim 7:2 endgültig. Nach einer Zeitstrafe gegen die Eisbären kamen die Schwenninger immerhin noch zum 3:7. „Es war das erwartet unangenehme Spiel“, analysiert Popek die Partie, „Schwenningen hat viele junge Spieler, die sich auch gerne mal zu etwas hinreißen lassen – sodass es recht nicklig zuging.“ Daher sei es nie einfach dort zu bestehen, weiß der Eisbären-Coach und ist so natürlich zufrieden mit dem Resultat: „Natürlich waren wir haushoher Favorit, aber das Spiel muss immer erst gespielt werden. Das haben wir gut gemeistert und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Auch hinsichtlich der Tabelle sei der Sieg ein weiterer Meilenstein gewesen. „Das war wichtig, um oben dranzubleiben. In der jetzigen Phase ist natürlich jeder Sieg wichtig, da alles eng beisammen und noch alles möglich ist. Jetzt wollen wir am Samstag gegen Zweibrücken nachlegen“, so Popek.

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/410323
Autor: Daniel Drach
Bild: Fuhrmann