Ein prestigeträchtiges Derby wartet auf die Balinger Eisbären. Am Sonntag (19.15 Uhr) gastieren sie in Reutlingen.

Der Meisterschaftskampf in der Eishockey-Landesliga befindet sich nun in der heißen Phase. Die Ausgangslage vor den letzten beiden Spieltagen könnte nicht enger sein – und die Balinger Kufencracks sind mittendrin im Titelrennen.

Die Tabellenführung hat derzeit die Zweitliga-Reserve aus Freiburg inne. Mit 32 Punkten führte sie das Feld an. Nur einen Zähler dahinter lauern aber schon die Eisbären und sind somit der erste Verfolger. Auf dem dritten Rang liegt die ESG Esslingen mit 30 Punkten, gefolgt von den Pforzheim Bisons. Die Goldstädter dürfen sich mit 26 Zählern ebenfalls noch Hoffnungen machen, da sie noch drei Spiele vor der Brust haben. Allesamt hoffen am Ende der Saison auf dem Platz an der Sonne zu stehen. Denn neben der Meisterschaft geht es auch um den Aufstieg. Nur der Erste der Landesliga darf in der nächsten Saison in der Regionalliga Süd-West an den Start gehen.

Für die Balinger heißt es somit am Wochenende: Verlieren verboten. Immerhin würden die Eisbären um Spielertrainer Rafael Popek von einem Ausrutscher der Freiburger als Erstes profitieren. Auf dem Papier sind die Balinger auch klarer Favorit, geht es doch gegen den Tabellensechsten aus Reutlingen. Die Black Eagles haben bisher 15 Zähler gesammelt – also halb so viele wie die Eisbären. Zuletzt zeigten sich die Reutlinger nicht gut in Form und verloren sowohl gegen Pforzheim (2:6) als auch gegen Freiburg (0:15) deutlich. Auch das Hinspiel zwischen Reutlingen und den Eyachstädtern ging mit 7:1 klar an die Balinger. Doch der Eisbären-Coach weiß, dass ein Derby seine eigenen Gesetze hat: „Die Spiele gegen Reutlingen sind immer eine besondere Geschichte.“

Die Derbys zwischen den Balingern und den Black Eagles waren in der Vergangenheit immer auch eine emotionale Angelegenheit. Schließlich bilden die beiden Vereine im Nachwuchsbereich eine Spielgemeinschaft und stellen drei Jugendmannschaften im baden-württembergischen Spielbetrieb. Außerdem wechseln des Öfteren auch Spieler zwischen den Aktivenmannschaften hin und her.

Während die Balinger am Wochenende auswärts gefragt sind, darf der Primus aus Freiburg spielfrei zusehen, was die Konkurrenz macht. Erst am kommenden Wochenende sind die Breisgauer gegen Pforzheim beim wohl entscheidenden Spiel wieder im Einsatz. Die Pforzheimer haben indes dieses Wochenende volles Programm. Heute geht es auswärts gegen den Stuttgarter EC 1b, bevor die Goldstädter morgen Schlusslicht Schwenningen empfangen. Esslingen darf derweil vor heimischer Kulisse gegen den EHC Zweibrücken ran.

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/413322
Autor: Daniel Dach
Foto: Fuhrmann