Eishockey In der Landesliga steht am Wochenende der entscheidende Spieltag an. Balingen erwartet Stuttgarts 1b.

Balingen. Im letzten Spiel der Saison müssen die Balinger Eisbären vor heimischer Kulisse gegen den Stuttgarter EC 1b gewinnen, um ihre Titelchance zu wahren. Denn der Blick auf die Tabelle trügt derzeit. Laut dieser führen die Balinger Kufencracks das Feld vor dem letzten Spieltag der Saison mit 34 Zählern an. Allerdings sollte der ärgste Kontrahent aus Freiburg noch drei Zähler am Grünen Tisch zugesprochen bekommen, da er das ausgefallene Spiel der Zweitliga-Reserve gegen Zweibrücken voraussichtlich für sich gewertet bekommt. Damit hätten die Badener 35 Punkte. „Bisher gibt es dazu noch keine Information“, berichtet Eisbären-Coach Popek, „allerdings müsste das Spiel bis spätestens nächste Woche nachgeholt werden. Aktuell gehe ich davon aus, dass das nicht passiert und es mit 5:0 für Freiburg gewertet wird.“ Möglicherweise wird die Meisterschaftsfrage also abseits des Eises entschieden und erst nach dem letzten Spieltag.

Die Eisbären konzentrieren sich jedoch ohnehin nur auf sich. Morgen (19.45 Uhr) empfängt die Popek-Truppe vor heimischer Kulisse den Tabellenfünften Stuttgarter EC 1b. Dieser hat mit 17 Zählern allerdings einen gehörigen Rückstand auf das Spitzenquartett. Zuletzt mussten sich die Stuttgarter fünfmal in Serie geschlagen geben, unter anderem mit 1:18 gegen Freiburg. Auch das Hinspiel ging mit 8:5 an die Balinger. „Ihre letzten Ergebnisse waren nicht gut“, weiß Popek, „aber wir nehmen jeden Gegner ernst und versuchen, unser Spiel durchzubringen.“ Eine besondere Vorbereitung vor dem entscheidenden Spiel gebe es indes nicht: „Natürlich ist es kein ganz normales Spiel, da wir am letzten Spieltag noch die Chance auf Platz eins haben. Aber wir gehen es an wie jedes Spiel.“

Derweil bekommen es die Freiburger am Wochenende mit dem Tabellenvierten aus Pforzheim zu tun. Die Hoffnung, dass die Zweitliga-Reserve dabei Punkte lässt, ist beim Eisbären-Coach jedoch nicht sehr groß: „Nüchtern betrachtet, sind die Chancen höher, dass Freiburg in Pforzheim gewinnt. Aber man weiß nie, alles ist möglich.“ Man müsse zunächst das eigene Spiel durchbringen, so Popek weiter, „sollte es am Ende klappen, würden wir uns natürlich riesig freuen. Aber Rang zwei wäre auch ein Riesenerfolg.“ Der Meister ist nächste Saison in der Regionalliga spielberechtigt, allerdings nimmt nicht jedes Team dieses Recht wahr. „Dann hat man noch mehr Spiele und auch die Kosten steigen“, berichtet Popek, „wir haben uns noch keine Gedanken gemacht, ob das für uns der richtige Schritt wäre. Für uns geht es erst mal nur darum, auf dem Eis um Rang eins zu kämpfen dann sieht man weiter.“

Quelle: Zollern-Alb Kurier vom Freitag, 23. März 2018, Seite 18

Autor: Daniel Drach

Bild: Stuttgarter EC