Ein wenig trauern die Eisbären dem Titel hinterher, sind aber auch stolz. Nach einem spannenden Saisonfinale in Pforzheim mussten sich die Balinger Eisbären in der Eishockey-Landesliga mit dem Vizetitel zufriedengeben. Allerdings ist für die Kufencracks aus der Eyachstadt auch der zweite Platz ein toller Erfolg.

Am finalen Spieltag hatte sich das äußerst enge Titelrennen in der Landesliga nochmals zugespitzt. Die Balinger Eisbären konnten am Samstagabend vor heimischer Kulisse durch einen souveränen 13:1-Erfolg über den Stuttgarter EC 1b vorlegen. Damit war der ärgste Kontrahent, der EHC Freiburg 1b, tags darauf unter Druck, beim Tabellenvierten aus Pforzheim gewinn zu müssen.

Entscheidung fällt in Pforzheim

Einige Balinger machten sich daher auf den Weg nach Pforzheim, um bei der Entscheidung live dabei zu sein. Eisbären-Coach Popek fuhr nicht mit in die Goldstadt, verfolgte das spannende Finale jedoch am Liveticker. Die Pforzheimer gingen dabei zunächst in Führung, Freiburg glich aber im zweiten Drittel aus und nach der regulären Spielzeit stand es 3:3. Letztlich setzten sich die Freiburger nach Penaltyschießen mit 4:3 durch und konnten damit trotz Punkgleichheit mit den Eisbären den Meistertitel feiern. „Es war spannend und wurde echt nochmal knapp“, berichtet Popek. „Pforzheim hatte kurz vor Spiel-ende noch eine tausendprozentige Chance dann hätte es gereicht. Aber letztlich muss man sagen, dass wir den Titel nicht durch dieses Spiel verloren haben“, stellt Balingens Spielertrainer klar.

Vielmehr war es der holprige Start in die Saison 2017/18, bei dem die Balinger Kufencracks wichtige Punkte liegen gelassen haben. „Wir haben die Pforzheimer zum Auftakt relativ deutlich bezwungen“, erinnert sich der Eisbären-Coach, „aber dann haben wir zu Hause gegen Schwenningen und in Zweibrücken verloren.“ Popek erklärt sich diese Niederlagen vor allem mit dem fehlenden Rhythmus, denn die Balinger spielten bis Mitte Dezember lediglich vier Spiele. Außerdem habe auch das altbekannte Problem der mangelnden Eiszeit vor der Saison seinen Anteil daran. „Wenn der Gegner eben schon sechs Wochen mehr auf dem Eis hatte, wird es schwierig. Zu einem späteren Zeitpunkt hätten wir gerade gegen Schwenningen sicher gewonnen“, meint Balingens Kommandogeber.

Umso höher sei jedoch der Rest der zurückliegenden Runde zu bewerten, so Popek weiter, immerhin habe man sich dann nur noch zwei Mal in 13 Partien geschlagen geben müssen. „Am Ende tut es natürlich schon weh, nur so knapp an der Meisterschaft vorbeigeschrammt zu sein“, erklärt Balingens Spielertrainer Popek, „aber mit Freiburg hatten wir einen extrem starken Gegner und es war vor der Saison auch nicht unbedingt zu erwarten, dass wir bis zuletzt oben mitspielen können.“ Letztendlich sei es eine gute und konstante Runde gewesen, resümiert der Eisbären-Kommandogeber, „wenn sich die erste Enttäuschung gelegt hat, können wir uns dennoch freuen und stolz darauf sein, was wir in dieser Saison geleistet und erreicht haben.

Quelle: Zollern-Alb Kurier vom Samstag, 31. März 2018, Seite 17, www.zak.de
Autor: Daniel Drach
Foto: Fuhrmann