Bisher hatten die Kufencracks aus Balingen einen starken Saisonstart erwischt. Am Sonntag wollten die Eisbären nun in Mannheim gegen die Regionalliga-Reserve der Mad Dogs nachlegen. Doch daraus wurde nichts.

Die Quadratstädter traten verstärkt an, setzten vier Spieler aus dem Regionalliga-Kader ein und bereiteten dem Team um Spielertrainer Rafael Popek so erhebliche Probleme. Dabei erwischten die Gäste zunächst den besseren Start und gingen nach Vorlage von Marco Böhm durch Markus Rummel früh mit 1:0 in Front (5. Minute).

Schwacher Start kostet Punkte in Mannheim

Diese Führung hatte auch bis zur elften Minute Bestand, ehe sich die Eisbären binnen weniger Minuten alle Chancen auf einen Auswärtserfolg verbauten. So gelang zunächst Fabian Jandura der 1:1-Ausgleich, nur gut 60 Sekunden später gingen die Mad Dogs in Überzahl durch Keegan Pruden mit 2:1 in Front. Und damit nicht genug: Nur kurze Zeit später sorgten die Mannheimer mit einem weiteren Doppelschlag früh für klare Verhältnisse. Kristofer Kratzmann und Tobias Steinel erzielten in der 16. und 17. Minute die Treffer drei und vier der Gastgeber.

Auch im zweiten Drittel fanden die Eisbären zunächst nicht zurück in die Partie. Dann war es erneut der starke Kanadier Pruden, der in dieser Spielzeit bereits sechsmal für die Regionalliga-Mannschaft aufgelaufen war, welcher in der 33. Minute mit einem Solo für das vorentscheidende 5:1 sorgte. Zwar antworteten die Eisbären prompt und kamen durch das 2:5 von Florian Zeiselmeier wieder etwas näher heran (34.), doch die Hausherren legten weiter nach. Kratzmann – ebenfalls bereits höherklassig erfahren – stellte mit dem 6:2 den alten Abstand wieder her (38.). Eine kleine Resthoffnung blieb den Balingern jedoch, da wiederum Zeiselmeier mit seinem zweiten Streich kurz vor der zweiten Drittelpause immerhin noch auf 3:6 verkürzen konnte.

Kanadische Kontigentspieler machen den Unterschied

Dieser Hoffnungsschimmer wurde aber schnell wieder zerschlagen. Nur 28 Sekunden nach der Wiederaufnahme des Spiels machte Pruden seinen Dreierpack perfekt und stellte auf 7:3. Zum dritten Mal assistierte dabei dessen Landsmann Daylin Smallchild, welcher ebenfalls fester Bestandteil der ersten Mannschaft der Mad Dogs ist. So ging es für die Balinger im Schlussabschnitt nur noch darum, Schlimmeres zu vermeiden. Marco Böhm gelang nach Vorlage von Mark Haudek in doppelter Überzahl immerhin noch der vierte Eisbären-Treffer des Nachmittags (47.), doch in den Schlussminuten erhöhten die Nordbadener wieder auf vier Tore Unterschied. Manuel Hübner erzielte den 8:4-Endstand (53.).

„Wir sind im ersten Drittel kalt erwischt worden“, berichtet Eisbären-Coach Popek, „da waren wir nicht richtig auf das Tempo und die Konsequenz der Mannheimer eingestellt.“ Danach habe man den Kampf zwar angenommen, so Popek weiter, „aber sie hatten nun mal ein paar Spieler von oben dabei. Da war es für uns alles andere als einfach. Eigentlich ist das schon Wettbewerbsverzerrung und hat einen faden Beigeschmack. Auswärts in Reutlingen waren sie nur zu neunt. Aber die Regularien lassen dies zu und so nutzt Mannheim das – da kann man nichts machen.“
Deftige Niederlage gegen Stuttgart

Nachwuchs hat ebenfalls das Nachsehen gegen Mannheim

Balingen. Die U 17 der SG Balingen/Reutlingen musste im Auswärtsspiel gegen den Stuttgarter EC eine deftige 0:17-Pleite hinnehmen. Am 24. November trifft die Spielgemeinschaft in der Reutlinger Eishalle auf den Tabellenzweiten MERC-Eishockey Mannheim. Die U 13 der SG Balingen/Reutlingen musste sich vor heimischer Kulisse der SG Hügelsheim/Waldbronn mit 1:7 geschlagen geben. Am Samstag (10.30 Uhr) kommt der Stuttgarter zur U 13 nach Reutlingen. mz

 

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/440451

Autor: Daniel Drach

Foto: Eibner