In der Eishockey-Landesliga kommt es am Samstag (18.45 Uhr) zu einem echten Spitzenspiel. Die Balinger Eisbären gastieren als Tabellenzweiter beim Primus ESG Esslingen, der drei Punkte vor dem Team um Spielertrainer Rafael Popek liegt.

Bereits in der Vorwoche bekamen es die Balinger Kufencracks mit einem starken Gegner zu tun. Gegen den 1. CfR Pforzheim zeigten die Eisbären eine starke Moral, drehten vor heimischer Kulisse einen 0:3-Rückstand in eine 4:3-Führung.

Das Team aus der Goldstadt egalisierte in einer nervenaufreibenden Begegnung kurz vor Schluss den Spielstand, doch im Penaltyschießen hatten die Eyachstädter das bessere Ende für sich. Nach vier Spieltagen steht die Popek-Truppe auf dem zweiten Platz – mit acht Punkten. Nur eine Mannschaft startete besser in die neue Landesliga-Spielzeit: die ESG Esslingen.

Mit Moral auf die Neckarinsel

Als einziges Team blieben die Esslinger bisher ohne Niederlage, verbuchen bisher elf Zähler. Nur einmal wurde es für den Vorjahres-Vierten wirklich eng – als er gegen die Schwenninger Fire Wings erst nach Penaltyschießen mit 4:3 gewann. Das Visier hat die ESG bisher sehr gut eingestellt, weist ein Torverhältnis von plus 14 auf. Mit Keven Frank hat das Team von der Neckarinsel auch den Toptorjäger der Liga in seinen Reihen. Der ESG-Akteur netzte in der laufenden Saison bereits siebenmal.

Im Kampf um die Spitzenplätze könnte die Partie heute Abend aus Eisbären-Sicht bereits richtungsweisend sein. Bei einer Niederlage würden die Eisbären früh in der Saison den Anschluss nach ganz oben verlieren. Gute Erinnerungen haben die Balinger an das vergangene Kräftemessen, als sie sich an gleicher Spielstätte mit 3:1 durchsetzten und damit alle Chancen auf die Meisterschaft wahrten. Doch Esslingen kann auch anders: Vor heimischer Kulisse unterlagen die Eisbären der ESG in den vergangenen beiden Jahren deutlich mit 1:4 und 1:9.

Personalsorgen gegen Esslingen

„Sie haben eine kompakte, seit Jahren eingespielte Mannschaft“, weiß Popek, „zudem haben sie im Sommer zwei Top-Leute dazu bekommen. Es war schon immer schwierig, sie zu schlagen.“

Gerade der Sieg gegen Schwenningen habe bewiesen, dass Esslingen zu den Topfavoriten gehöre, so der Eisbären-Coach weiter, „das wird schon eine sehr schwere Aufgabe, dort auswärts zu bestehen.“ Dennoch gehe man wie immer mit dem Ziel ins Spiel, mit drei Punkten nach Hause zu fahren, gibt sich Popek kämpferisch, „auch wenn das alles andere als einfach wird“, prognostiziert der Spielertrainer.

Die Balinger plagen außerdem Personalsorgen: Florian Zeiselmeier ist gesperrt, Kevin Rummel fehlt aus beruflichen Gründen. „Zudem sind einige Spieler angeschlagen. Aber wir werden uns nicht kampflos geschlagen geben, sondern wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten. Wir müssen 60 Minuten kämpfen, dann sehen wir, was dabei rauskommt.“

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/440451 
Autor: Daniel Drach 
Foto: Moschkon