Im Derby gegen Reutlingen schossen sich die Balinger Eisbären den Frust von der Seele. Nach zuvor zwei Niederlagen in Serie besiegte die Popek-Truppe die stark dezimierten Black Eagles vor heimischer Kulisse deutlich mit 10:3.

Im Vorfeld hatten die Balinger die letzte Chance verspielt, noch in den Kampf um die ersten beiden Plätze im Landesliga-Klassement mit eingreifen zu können. Folglich lautete das Ziel von nun an, zumindest den dritten Platz zu sichern. Mit dem Schlusslicht aus Reutlingen reiste am Wochenende ein machbarer Gegner zum Derby in die Balinger Eishalle. Doch zuletzt konnte die TSG zwei Siege in Serie feiern – es waren die ersten Erfolge in der laufenden Saison.

Föst eröffnet Balinger Torregen

Allerdings traten die Reutlinger am vergangenen Samstag erneut stark dezimiert an. Vor gut besuchten Zuschauerrängen ließen die Hausherren so von Beginn an keine Zweifel aufkommen, folgerichtig brachte Youngster Jan Föst die Eisbären bereits in der dritten Minute mit 1:0 in Front. Danach brannten die Balinger ein wahres Feuerwerk ab. Nur zwei Minuten nach dem Dosenöffner stellte Coach Rafael Popek in Überzahl auf 2:0. Marcel Schneider (9. Minute) und Florian Zeiselmeier (11.) legten mit den Treffern drei und vier schon früh den Grundstein für einen erfolgreichen Abend. Bis zur ersten Drittelpause blieb es beim 4:0 für die Gastgeber.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts war es erneut der Balinger Spielertrainer, der mit seinem zweiten Treffer auf 5:0 erhöhte (23.). Auch danach ließen die Eisbären nicht locker. Nach einer guten halben Stunde war es nun der Balinger Topscorer Marc Haudek, welcher seine Farben mit einem Doppelpack (32./35.) noch weiter in Führung brachte – 7:0. Den Schlusspunkt im zweiten Drittel setzte Nicolai Gogoll: In Überzahl sorgte der Eisbären-Akteur für das 8:0 (37.).

Erst im letzten Spielabschnitt schalteten die Eyachstädter einen Gang zurück. Zunächst war es jedoch Kevin Rummel, der nach gerade einmal 18 Sekunden im Abschlussdrittel auf 9:0 stellte. Knapp zehn Minuten vor Spielende kamen die Reutlinger dann doch noch zu drei Erfolgserlebnissen.

Unkonzentriertheiten am Ende

Denis Simin (52.), Matthew Lewis (54.) und Marc Strohmaier (55.) sorgten binnen kürzester Zeit zumindest für Ergebniskosmetik und verkürzten auf 3:9. Letztlich war es jedoch der stark aufspielende Haudek, der mit seinem dritten Treffer des Tages zum 10:3 den Schlusspunkt in diesem Derby setzte (59.).

Haudek krönte damit seine Leistung mit insgesamt sechs Scorerpunkten (drei Treffer, drei Assists). Auch Spielertrainer Popek hatte mit zwei Toren und drei Vorlagen maßgeblichen Anteil am fünften Saisonsieg der Balinger. „Sie hatten sich nach den jüngsten Siegen sicher mehr ausgerechnet“, so der Eisbären-Coach nach der Partie, „aber wir waren darauf eingestellt und sind von Beginn an sehr dominant aufgetreten.“

So habe man kaum Chancen zugelassen, berichtet Popek weiter, „es ist gerade in den ersten beiden Dritteln so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Dann haben wir die Zügel etwas schleifen lassen. Im Großen und Ganzen war es dennoch eine gute Leistung und der Sieg war auch in der Höhe verdient.“

Deutliche Niederlagen im Eishockey Nachwuchs

Die Nachwuchsmannschaften der Balinger Eisbären, die eine Spielgemeinschaft mit Reutlingen bilden, gingen am Wochenende wieder einmal leer aus. Die U13 ging gegen Esslingen zunächst zwar dank Moritz Schwanzer mit 1:0 in Führung, musste sich am Ende aber mit 2:11 geschlagen geben. Noch deutlicher fiel die Niederlage der U15 gegen den Stuttgarter EC aus, mit 3:13 ging Balingen/Reutlingen in der Landeshauptstadt unter. Die U 17 war nicht im Einsatz.

Quelle: https://www.zak.de/artikel/details/454731
Autor: Daniel Drach 
Foto: Moschkon