Es ist Oktober – es wird kalt und die nächste Eiszeit beginnt für die Eisbären aus Balingen. Während die Nachwuchsteams bereits 3 Wochen früher aufs Eis gegangen sind, startete die 1.Mannschaft am vergangenen Wochenende ins traditionelle Trainingslager nach Herrischried.

„Mittlerweile hat sich dieser Ablauf bei uns etabliert auch wenn das zur Folge hat, dass wir das eine oder andere Ligaspiel verlegen müssen“, erklärt Dietmar Gogoll, 1. Vorsitzender des Vereins. Denn die Landesliga Baden-Württemberg startete ungewohnt früh mit den ersten Spielen – eben am jenem Wochenende 05. und 06.10.2019.

Ligakonkurrenten der Eisbären rüsten auf

Besonders der Auftakt hatte es in sich – Meister Esslingen bekam es mit Liganeuling und Regionalliga-Ableger EC Eppelheim 1b zu tun (Endstand 6:3 für Esslingen). Reutlingen überraschte die Mad Dogs aus Mannheim mit 7:5 und die ambitionierten Fire Wings mussten sich den Pforzheim Bisons geschlagen geben (2:4).

„Auffallend ist aus unserer Sicht die argen Transfertätigkeiten in den Sommermonaten. Die Liga hat sicherlich zwei Schritte nach vorne gemacht und wird in diesem Jahr extrem anspruchsvoll“, so Gogoll weiter und verweist hier insbesondere auf Reutlingen und Pforzheim. Sowohl die Bisons, als auch die Black Eagles haben kräftig in den Kader investiert. „Die Pforzheimer haben ihre Lehren aus den letzten zwei Saisons gezogen und wollen nun die Tabellenspitze angreifen. Dazu haben sich etliche Spieler aus Bietigheim bekommen, einen slowakischen Profi und einen ehemaligen DEL-Spieler integriert. Ich halte sie auf dem Papier für die stärkste Mannschaft.“

Beunruhigt zeigt sich Dietmar Gogoll hinsichtlich der Transferaktivitäten des Lokalrivalen. Die TSG Reutlingen orientiert sich für die kommende Saison am neuerlichen Gerichtsurteil aus Bayern und besetzt ganze 5! EU-Ausländerlizenzen und eine Nicht-EU-Lizenz (2x Tschechien, 2x Rumänien, 1x Polen, 1x Kanada). „Dieses Gerichtsurteil ist meiner Meinung nach absolut gegenläufig zu den Plänen die im DEB festgelegt sind, um nachhaltig deutsche Nachwuchsspieler auszubilden. Dass sich Reutlingen den kurzfristigen Erfolg, die nachhaltige Arbeit der letzten Jahre – eigenen Eishockeynachwuchs auszubilden – aufgibt, sehe ich sehr sehr kritisch!“

Eisbären testen gegen Herrischried

Bevor die Eisbären dann in die Liga starten, wartet noch ein echter Härtetest auf die Jungs von Coach Popek. Am kommenden Samstag findet im Rahmen des zweiten Trainingslagers ein Test gegen den EHC Herrischried statt. Die White Stags haben vor gut 14 Tagen die Fire Wings aus der eigenen Halle gefegt und stellen dementsprechend einen guten Maßstab für die Eyachstädter, wohin die Reise in der kommenden Saison gehen wird.